Gründung und Chronik
1876
Die im Jahre 1763 wieder neu gegründete Fahnengesellschaft löste sich in der Generalversammlung vom 19. März auf und bildete von dem Tage an eine Schützengesellschaft. Die Fahnengesellschaft übergab dem Schützenverein die Summe von 111 Taler
= 330 M 30 Pf., 3 rote und 1 schwarze Kirchenfahne mit der Verpflichtung dieselben in Ordnung zu erhalten, bzw. neu zu ersetzen. Die Schützengesellschaft nahm die Übergabe und ebenfalls die Verpflichtung an.
Fleißig gingen die Schützenbrüder sofort ans Werk. Noch im gleichen Frühjahr wurde auf der Knühle ein achteckiges Tanzzelt mit einem Durchmesser von 10 Metern errichtet. Neben dem Tanzzelt bauten sie eine Bierhalle aus Fichtenstangen, die Seitenwände
wurden alljährlich mit Fichtengrün neu geflochten und das Dach mit Laken abgedeckt. Die Schützengesellschaft hatte hiernach eine Schuldenlast von 700 Talern. Im August 1876 wurde das erste Schützenfest unter dem Vorstand Hauptmann Friederich Völlmecke, Rendant Jakob Kießler, Josef Freise, Franz Blüggel als Offiziere, gefeiert. Die Musik wurde von der Bayrischen Kapelle Gennsinger aufgeführt. Festwirt war Jakob Leber auf drei Jahre. 1/3 l Bier kostete 10 Pf., Kaffee 40 Pf., Eintritt 1,25 M. Erster König wurde August Tielke, Königin wurde seine Frau Maria. Überschuss des Festes: 7,40 M.
1877
wurde das Schützenfest am 2. Sonntag im Juni gefeiert. Musik und Festwirt wie im Vorjahr. Überschuss 41,60 M. Schützenkönig wurde Clemens Brieden. Von 1877 bis 1886 verliefen die Schützenfeste in der neuen Schützenhalle mit feuchtfröhlicher Zufriedenheit. Zu erwähnen wäre noch, dass Clemens Brieden 1880 zum zweiten Male Schützenkönig wurde.
1886
wählte die Versammlung Franz Schauerte zum Schützenhauptmann. Die Theke wurde an den Wirt Schalver von Medebach verpachtet.
1888
Der Schützenhauptmann Franz Schauerte legte sein Amt nieder. Als Hauptmann wurde neu gewählt: Anton Kleinsorge. In diesem Jahr starb Kaiser Friederich. Aus diesem Grunde wurde das Schützenfest im Herbst gefeiert. Das genaue Datum ist aus der Chronik nicht zu ersehen. Eines wurde jedoch vermerkt: In der Woche vor dem Schützenfest schlug bei einem starken Gewitter ein Blitz in das Zelt. Es blieb glücklicherweise nur bei einem kleinen Schaden.
1889
begann das Schützenfest am 2. Juni mit fröhlicher Stimmung und endete mit einer Schlägerei mit Winterberg. Aus diesem Grund wurde 1890 kein Schützenfest gefeiert. Die Behörde hat die Genehmigung für das Fest verweigert.
1892
wurde der Grundstein für eine neue Trinkhalle gelegt, die an das Tanzzelt angebaut wurde. Die Halle hatte eine Länge von 17,5 Meter und eine Breite von 8 Meter. Nach dem Richten kam ein starker Sturm und blies die Halle dem Erdboden gleich. Die
Schützenbrüder schafften es aber dennoch bis zum Festbeginn am 2. Juni die Halle wieder neu zu erstellen.
1894
Wegen einer großen Dürre und des dadurch herbeigeführten Wassermangels, bekam die Schützengesellschaft von der Behörde nicht die Erlaubnis sein Fest zu feiern.
Von 1895 bis 1899 verliefen die Feste ohne besondere Ereignisse.
1900
In diesem Jahr feierte die Schützengesellschaft ihr erstes Jubiläum. 25 Jahre Bestehen des Vereins. Der 1. König August Tielke hatte ebenfalls sein 25jähriges Königsjubiläum. Die Chronik gibt uns leider über den Verlauf dieses Festes keine weitere Auskunft. Eines ist jedoch sicher, dass es auf diesem Fest kein Kaiserschießen gab.
1901
In diesem Jahr wurde ein Anbau von 8 Meter Länge und 8,5 Meter Breite an die Trinkhalle angebaut. Bis zu Beginn des Festes am 3. Sonntag im Juni war der Anbau fertiggestellt.
1905
Die Versammlung wählte als neuen Hauptmann Friederich Völlmecke. Der Verein war stolz auf den bisher höchsten Überschuss der Feste. Er betrug in diesem Jahr 475 M.
1910
wurden die ersten sanitären Anlagen gebaut. Ein Fortschritt für den Verein. Auf diesem Fest, dass am dritten Sonntag im Juni stattfand, wurde der Lehrer des Ortes Heymann, zum König erkoren. Als Königin regierte Theresia Rössel, geb. Schauerte.
1914
Letzter Schützenkönig vor dem Krieg: Franz Tielke, Königin wurde seine spätere Frau Agnes Harbeke. Das letzte Schützenfest in dieser Halle wurde am 1. Juli 1914 gefeiert. Kein Mensch konnte ahnen, dass dieses das letzte Fest für alle vorerst war.
1919
im Frühjahr wurden mehrere Versammlungen abgehalten und der Beschluss gefasst, trotz der Verteuerungen wieder eine neue Schützenhalle zu erbauen. Nach Antragstellung an die Gemeinde hinsichtlich Schenkens des Bauholzes, wurden mehrere Schützenhallen besichtigt, um Informationen für die Konstruktion der neuen Halle zu sammeln. Der Jagdpächter Dr. Schlüter, der kostenlos die Zeichnung für die Halle anfertigen ließ, kam dem Verein auch durch Baumaterial-Spenden sehr entgegen. Durch eine öffentliche Versammlung in der Gemeinde kamen 4.500 Mark. an Spenden und von der Gemischen Fabrik 300 Mark Spende zusammen. Theodor Schauerte, Vorsitzender des Bauausschusses, lehnte die 300 Mark .-Spende der Gemischen Fabrik mit der Begründung ab: »Wenn man die Halle seitens der Fabrikleitung nicht mit brennbarem Material voll gepackt hätte, so wäre sie auch nicht niedergebrannt.«. Er stellte einen Antrag an die Hauptzentrale in Frankfurt und erreicht, dass die Verwaltung 6.000 Mark spendete. Nachdem auch noch einige Angestellte eine Spende entrichtet hatten, belief sich der gesamte Spendenbetrag auf 7.000 Mark. Nun ging es mit Volldampf an die Arbeit. Am 13. August wurde der Neubau gerichtet und am 2. September wurde das erste Schützenfest in der neuen Halle gefeiert. Der Überschuss dieses Festes betrug 2049 Mark. Nach Abrechung der Halle verblieb eine Schuld in Höhe von 402,30 Mark., die durch die Inflation dann beseitigt wurde. Die Schützengesellschaft hatte somit eine schöne billige und schuldenfreie Schützenhalle.
1920
wurde von Jakob Kappen – dem damaligen Schützenkönig – ein Fenster mit Widmung für die neue Halle gestiftet. Dr. Schlüter aus Dortmund stiftete das große Fenster an der Ostseite. In diesem Jahr veranstaltete die Schützengesellschaft einen Schützenball, bei dem die Gesellschaft die Schenke selbst übernahm. Der Reinerlös betrug 2.073,40 Mark.
1921
übernahm die Schützengesellschaft die Schenke wieder einmal. Der Überschuss des Festes belief sich auf 12.077,30 Mark. Der Schützenkönig Wienand Schäfer jun. stiftete ein Fenster mit Widmung.
1922
Nachdem im Vorjahr ein guter Überschuss erwirtschaftet wurde, konnte in der Trinkhalle eine neuer Fußboden und für die Halle Tische und Bänke angeschafft werden. Zum neuen Hauptmann wurde Klemens Kleinsorge gewählt.
1923
schreibt die Chronik: »Wegen der Ruhrbesetzung durch die Franzosen wurde kein Schützenfest gefeiert. Jedoch wurde im Herbst ein Preisschießen veranstaltet.« Sonstige Aufzeichnungen über Ereignisse dieses Festes wurden in der Chronik nicht niedergelegt.
1925
In diesem Jahr feierte die Schützengesellschaft ihr 5Ojähriges Jubelfest. Samstags wurde der Ehrenvogel geschossen, Ehrenkönig wurde der Gemeindevorsteher Anton Kleinsorge, Königin seine Ehefrau Theresia Stockhausen. Das Jubelpaar wurde mit einer Pferdekutsche durch das Dorf gefahren. Auswärtige Vereine waren geladen: Winterberg, Hallenberg, Braunshausen, Hesborn, Neuastenberg und Mollseifen. Diese Vereine wurden mit der Musikkapelle vom Bahnhof abgeholt. Der Schützenkönig wurde in diesem Jahr Clemens Ante, Königin wurde seine Ehefrau. Von den Schützenbrüdern feierten 22 ihr 5Ojähriges Jubiläum. Sie wurden mit einem Ehrenzeichen ausgezeichnet. Die ehemaligen Schützenmitglieder Johann und Fritz Kleinsorge wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
1927
wurde durch Generalversammlungsbeschluss am 1. Mai die Schützengesellschaft zu einem gerichtlich eingetragenen Schützenverein umgestellt. Folgende Veränderungen traten ein:
I. Der Schützenhof, der bis dahin Eigentum der Gemeinde war, wurde dem Verein zum Preis von 200 RM. überlassen.
II. wurde ein neuer Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Jakob Völlmecke (Krämers), Schriftführer Theodor Leber, Rendant Fritz Kleinsorge.
Diesen Mitgliedern oblag von nun an die Aufgabe, sämtliche Vereinsgeschäfte zu führen, die in früheren Zeiten vom Hauptmann und den Offizieren wahrgenommen wurden. In diesem Jahr wurde der seinerzeit neu erworbene Schützenplatz mit einer Hecke und mit Bäumen umpflanzt. Die Pflanzungen wurden im Frühjahr 1928 fertiggestellt.
1929
Der Schützenkönig Jakob Kleinsorge stiftete dem Verein Säbel und Scherpen. Auf Antrag eines Schützenbruders wurde in diesem Jahr eine Sterbekasse gegründet. Der ins Leben gerufene Spielmannszug spielte neben der Blaskapelle auf unseren Festen unentgeltlich.
1930
Auf Antrag wurde der Beschluss gefasst, dem Kreisschützenbund beizutreten, um auch gleichzeitig versichert zu sein.
1931
feierte der Schützenkönig Clemens Blüggel als erster sein 5Ojähriges Königsjubiläum. Der Schützenverein schenkte ihm ein Bild mit Widmung. Sein Sohn – Clemens Blüggel errang in diesem Jahr die Schützenkönigswürde. Als neuer Hauptmann wählte die
Bruderschaft in diesem Jahr Jakob Wahle.
1932
schenkte der Kriegerverein dem Schützenverein 4 Militärgewehre, die der Verein umarbeiten ließ. Wegen der revolutionären Zeit wurden öffentliche Umzüge verboten. Auf Anfrage an den Reichspräsidenten Hindenburg wurde der Schützenzug genehmigt.
1933-1936 wurde die Halle mit Zinkblech abgedeckt.
1937
In diesem Jahr wurde der Schützenverein dem deutschen Schützenbund eingegliedert. Es erfolgte eine Beitragserhöhung von 2 RM auf 2,50 RM; denn 50 Pf. mussten an den Schützenbund abgeliefert werden.
1939
Die Versammlung beschloss mit großer Mehrheit dem Schützenkönig ein Schussgeld von 100 RM zu gewähren, um den Wettkampf des Vogelschießens zu steigern.
1940-1946
In diesen Jahren war der zweite große Weltkrieg. Auch hierunter hatte der Schützenverein zu leiden. In diesen Jahren wurden keine Schützenteste gefeiert. Die Schützenvereine, die auf christlicher Grundlage aufgebaut waren, mussten seitens der Partei manchem
Druck nachkommen. Der Schützenverein musste sich an erster Stelle zur Wehrtüchtigkeit stempeln lassen. Es mussten Übungsschießen abgehalten werden und ein Teil der Beitragsgelder an den Gau abgeführt werden. In den Jahren 1943 – 1945
wurde die Halle an die Firma Deimag aus Düsseldorf verpachtet. Diese lagerte hierin Flugzeugteile und Möbel. Die Halle wurde in diesen Jahren schwer beschädigt. Nach dem Krieg wurde der Fußboden sowie Tische und Bänke in Gemeinschaftsarbeit renoviert. Gleichzeitig wurden neue Toiletten gebaut.
1947
in der Generalversammlung wurde der Beschluss gefasst, den Schützenverein unter dem Namen St. Hubertus-Bruderschaft wieder neu aufleben zu lassen und dem Diözesanverband St. Hubertus der Erzdiözese Köln beizutreten. Auch wurde in diesem Jahr wieder das erste Schützentest nach dem Krieg gefeiert. Wegen Mangel an Getränken wurde der Schnaps unter Verbot selber gebrannt. Da keine Gewehre vorhanden waren und die Benutzung von Schusswaffen seitens der Militärregierung strengstens verboten war, wurde der Vogel mit Keulen abgeworfen. Den besten Wurf tat Karl Reuter und wurde somit König.
1948 – 1949 bekämpfte man den Vogel mit der Armbrust.
1950
beschloß die Generalversammlung wegen dem bevorstehenden Jubelfest die Halle zu vergrößern. Die Mitglieder verpflichteten sich einen Tag kostenlos zu arbeiten. Das Bauholz stiftete die Gemeinde. Bis zum 75jährigen Jubelfest im Juli war die Halle fertiggestellt. Ehrenkönig wurde Fritz Knecht, Königin seine Ehefrau. In diesem Jahr wurden 35 Mitglieder zur 5Ojährigen Mitgliedschaft geehrt. Unserem Geistlichen, Präses Dechant Dobbener, wurde das Anno Sankto Kreuz unseres Schützenbruders verliehen. So berichtet die Chronik.
1951
Der Schießmeister Johann Reuter, der 1928 schon einmal die Königswürde errang, wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal Schützenkönig. In diesem Jahr wurde wieder mit Kleinkalibern geschossen. Die Schützenbruderschaft veranstaltete in diesem Jahr
am 16. und 23. September ein Preisschießen, um die Kasse etwas aufzufrischen. Die Preise wurden überwiegend von den Geschäftsleuten unseres Ortes gestiftet.
1952
feierte Franz Tielke (Brauns) sein 50jähriges Königsjubiläum. Trotz seines hohen Alters marschierte der Jubelkönig im Festzug mit. Vom Hauptmann wurde ihm der Jubiläumsorden überreicht.
1953
ehrte der Verein Johann Reuter zum 25jährigen Schießmeister-Jubiläum. Es wurde ihm das silberne Schützenkreuz verliehen.
1957
konnte unser Schützenbruder Wienand Tielke – genannt Tielkes Opa – sein 50jähriges Königsjubiläum feiern. Bei der Ehrung zu diesem Ereignis wurde ihm ein Orden verliehen.
1965
In den Jahren 1951 – 1965 wurden in jedem Jahr Mitglieder zur 50jährigen Mitgliedschaft geehrt.
1966
Im Laufe der Jahre waren 160 qm Fußboden der Tanzfläche morsch geworden und mussten erneuert werden. Die Kosten mit Unterbau betrugen 8.000 DM, von denen die Gemeinde auf Antrag hin DM 1.000 übernahm. Auch der Mast für den Kugelfang be-
durfte einer Reparatur. Um für die Zukunft eine haltbare Kugelfanganlage zu schaffen, erwarb der Vorstand einen preisgünstigen Gittermast von der VEW. Dieser Gittermast wurde dann durch den Schmied Franz Harbeke passend als Kugelfangmast
hergerichtet. Alle Arbeiten waren vor dem Schützenfest abgeschlossen.
1967
Ein Schmuckstück der Schützenhalle ist die große Theke, die der Vorstand in Eigenleistung erneuerte. Dadurch konnten die Kosten in Höhe von DM 3.000 sehr niedrig gehalten werden.
1968
Das erste diamantene Königsjubiläum in der 92jährigen Vereinsgeschichte feierte Johann Peis (Schulten). Der Hauptmann Johann Völlmecke dankte ihm mit passenden Worten für seine Treue und überreichte ihm einen Orden. Der 83jährige Jubelkönig
nahm an dem Festzug teil, bei dem er in einem Kutschenwagen gefahren wurde. In diesem Jahr waren ferner Verhandlungen zwischen dem Vorstand und der Gemeinde im Gange. Es ging dabei um den Umbau der Schützenhalle in eine Mehrzweckhalle. Die
Verhandlungen führten in diesem Jahr zu keinem Ergebnis.
1969
wurden die Verhandlungen zwischen dem Vorstand der Schützenbruderschaft und der Gemeinde zwecks Übernahme der Schützenhalle fortgesetzt. Verhandlungsergebnis: Die Gemeinde ist nach ihren Angaben nicht in der Lage, die Halle zu übernehmen und umzubauen. Der Ausgang der Verhandlungen war für die Schützenbruderschaft ein neuer Start, die bereits begonnenen Renovierungsarbeiten weiterzuführen. Noch im gleichen Jahr wurde die westliche Giebelwand massiv, die Decke des kleinen Bierkellers betoniert sowie der Kassenraum und die Empore (Sektbar) erneuert.
1970
Im Frühsommer des Jahres wurden die Instandsetzungsarbeiten weitergeführt. Die südliche Trauterseite sowie die östliche Giebelseite waren bis zum Fest massiv erstellt. Im Zuge dieser Bauweise erhielt die Schützenhalle neue Fenster mit Rollladen sowie neue Türen. Außerdem wurde der schadhafte Fußboden zwischen Tanzfläche und Theke in Eigenleistung des Spielmannszuges neu betoniert und verklinkert.
1971
Die Renovierungsarbeiten gingen dem Ende entgegen. Modernisiert wurde in diesem Jahr die Küche. Gleichzeitig wurde der Speiseraum überholt. Die Außenwände verputzte noch vor dem Fest Fa. Alex Peis aus Züschen. In diesem Zusammenhang soll den Vorstandsmitgliedern und ihren freiwilligen Helfern aus den Reihen der Schützenbruderschaft besonders gedankt werden; denn den größten Teil der Renovierungsarbeiten haben sie in Eigenleistung erstellt.
Im Jahre 1971 wurde unsere Pfarrkirche renoviert und konnte während der Sommermonate nicht für den Gottesdienst benutzt werden. Als Ausweichsort bot sich die Schützenhalle an. So wurde von April bis Oktober dort an den Sonn- und Feiertagen und bei besonderen Anlässen die hl. Messe gefeiert. Die Schützenhalle – und so kann man ohne Übertreibung berichten – war ein würdiger Gottesdienstraum und von allen Seiten wurde der Schützenbruderschaft Lob und Anerkennung ausgesprochen. Erwähnenswert ist, dass das feierliche Requiem für unseren verstorbenen Ehrenpräses, Geistli-
chen Rat Dechant Heinrich Dobbener, in der Schützenhalle gefeiert wurde.
1972
Von diesem Jahr ist zu berichten, dass der Festzug am Montagnachmittag von einem kräftigen Gewitterschauer überrascht wurde und dadurch buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Aber die Festteilnehmer ließen sich dadurch nicht stören und feierten ihr Fest in feucht fröhlicher Zufriedenheit zu Ende.
1974
Durch einen Beschluss der Generalversammlung dieses Jahres bestand die Hauptaufgabe des Vorstandes darin, die Schützenhalle mit neuen Tischen und Bänken zu bestücken. Nach Einholung von mehreren Kostenvoranschlägen erhielt die einheimische
Firma Wahle-Pfeil den Auftrag. Die Finanzierung erfolgte durch die Erhebung einer Umlage von DM 50,- pro Mitglied. Bedauerlicherweise führte die Erhebung der Umlage auch zu Vereinsaustritten. Für die Schützenbruderschaft ereignete sich in diesem Jahr noch ein bedeutender Vorgang. Mit großer Mehrheit entschied die Schützenbruderschaft in einer außerordentlichen Generalversammlung ihre Schützenhalle in Erbpacht auf 99 Jahre an die Gemeinde Zusehen abzutreten. Die Gemeinde ist vertraglich die Verpflichtung eingegangen, in die Halle eine neue Toilette und eine Heizung einzubauen. Für die Renovierung wurde ein fester Zeitraum vereinbart.
1976
Das Jahr 1976 stand ganz im Zeichen des 1OOjährigen Jubiläums der Schützenbruderschaft St. Hubertus. Bereits seit Anfang des Jahres liefen die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest. Zu bemerken ist, dass auch in diesem Jahr nicht eine umgebaute Halle zur
Verfügung stand. Endlich war es am Freitag, 23. Juli soweit. Das viertägige Jubiläumsfest konnte beginnen. Der erste Tag war dem Königsschießen aller ehemaligen Könige gewidmet. Das spannende Schießen um die Kaiserwürde entschied Schützenkönig
Alfons Kleinsorge für sich. Er wurde Jubiläumskönig und seine Gemahlin Anneliese Jubiläumskönigin. Am Abend dieses ersten Festtages führten der Musikverein Züschen und der Spielmannszug Züschen unter der Teilnahme des Vorstandes der Schützenbruderschaft in der Schützenhalle den Großen Zapfenstreich auf. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, zu dem sich viele Zuhörer eingefunden hatten. Der zweite Festtag (Samstag, 24. Juli) hatte die Feier des 100jährigen Jubiläums zum Inhalt. Eröffnet wurden die Feierlichkeiten mit einem großen Festzug, an dem sich die Schützenvereine und Bruderschaften aus Bromskirchen, Hallenberg, Liesen, Hesborn, Winterberg, Niedersfeld, Siedlinghausen, Silbach, Neuastenberg, Altastenberg mit ihren verschiedenen Spielmannszügen und Musikkapellen beteiligten. Dieser Festzug durch die Straßen des Dorfes war eine wahre Demonstration für das Schützenwesen und hat bei allen Teilnehmern sowie den Zuschauern Bewunderung und Anerkennung hervorgerufen. Dank der ausgezeichneten Organisation des Festausschusses und des Vorstands war es möglich,
dass alle Festteilnehmer sowie die Gastvereine in der Schützenhalle Platz fanden und alles programmgemäß ablaufen konnte.
Zu erwähnen sei noch, dass der große Festzug am Samstagnachmittag erst nach einer Stunde beginnen konnte. Weshalb? Seit Monaten war kein Regen gefallen, so dass die Natur sehr trocken war und auch das Trinkwasser knapp wurde. Am Samstagmittag kam dann der lang ersehnte Regen. Es ging ein mehrstündiger starker Regenschauer nieder, der zwar nicht in das Festprogramm hineinpasste, jedoch von allen dankbar angenommen wurde. Der also dadurch verspätete Festzug kam dann trockenen Fußes in die
Schützenhalle. Nachdem auf die Anstrengungen des ausgedehnten Festzuges in der Halle einige »kühle Blonde« getrunken waren, erfolgte die Festansprache durch den 1. Brudermeister Joh. Völlmecke. Er wünschte, dass die Ideale und Ziele der Schützenbruderschaft »Glaube – Sitte – Heimat« in der Jugend weiterleben mögen und von ihr in die
Zukunft getragen werden. Der Präses der Schützenbruderschaft, Pfarrer Joh. Schwarte sowie der Kreisoberst des sauerländischen Schützenbundes, Anton Hoffmann, sprachen Gruß- und Dankesworte. Anschließend überbrachten die Vertreter der Gastvereine Glückwünsche und Anerkennungspräsente. Der Jubelverein den Gastvereinen zur Erinnerung »Die Geschichte von Züschen« mit eingeschriebener Widmung. Nach Beendigung des Festaktes nahm das Jubiläumsfest in Harmonie und ungezwungener Freude und Heiterkeit seinen Vorgang. Am Montag (26. Juli) wurde der neue Schützenkönig ermittelt. Schützenbruder Theo Tielke, dessen Großvater August Tielke vor 100 Jahren Schützenkönig der Bruderschaft war, entschied das Vogelschießen mit einem gezielten Schuss für sich. Zur Königin erkor er seine Ehefrau Frieda.
1977
In diesem Jahr gehören dem geschäftsrührenden Vorstand der Schützenbruderschaft an:
1. Brudermeister: Johann Völlmecke, Geschäftsführer: Franz Peis, Kassierer: Walter Völlmecke. Anerkennend ist zu erwähnen, dass der 1. Brudermeister Joh. Völlmecke und der Geschäftsführer Franz Peis ihre Ämter bereits seit 12 Jahren ununterbrochen ausüben.
Bei der Generalversammlung 1978 wurde der Vorstand neu gewählt. Es schieden aus:
Brudermeister: Johann Völlmecke, Geschäftsführer: Franz Peis, Königsoffiziere: Karl Reuter und Werner Schäfer.
Neu gewählt wurden: 1. Brudermeister: Theodor Tielke, Geschäftsführer: Walter Völlmecke, Kassierer: Karl Heinz Blüggel, Königsoffiziere: Ewald Reuter und Edmund Tielke
1978
Vorweg ist zu bemerken, dass das Kreuz, welches auf dem Schützenplatz steht, erneuert wurde. Dafür brachte Schützenbruder Franz Brieden Schmieres den Stein ins Rollen. Franz Lange Sägewerk stiftet das Eichenholz und Josef Lange führte die Zimmerarbeiten aus. Die Firma Odey stellte das Baumaterial für die Einzementierung. Aufgestellt wurde das Kreuz vom
Schützenvorstand. Obwohl der Anbau der Halle fertig war und rund 350 Sitzplätze mehr vorhanden waren, war die Halle zu klein. Während des Festzuges am Sonntag weihte Präses Dechant Schwarte das neue Kreuz ein. Als neuer König der St. Hubertusschützen konnte sich am Montagmorgen nach erbittertem Kampf Theodor Ernst behaupten, der seine Ehetrau Erika zur Königin erkor. Nicht zu vergessen ist, dass der Schützenbruder und langjährige Schiessmeister Johann Reuter sein 50jähriges Königsjubiläum feierte.
1979
Der 50jährige Jubelkönig war in diesem Jahr Jakob Kleinsorge Schepes.
1980
Nach hartem Kampf um die Königswürde konnte Werner Völlmecke (Schornsteinfeger) aufatmen, denn er traf mit gezieltem Schuss den Rest des Vogels. Er nahm seine Braut Martina zur Königin.
Da der Spielmannszug am 3. Mai sein 75jähriges Jubiläum feierte, war die Generalversammlung vier Wochen früher und zwar am 5. April. In dieser Versammlung war Neuwahl des Vorstandes. Es stellten sich vom alten Vorstand nicht wieder zur Wahl:
Geschäftsführer Walter Völlmecke, Fahnenträger Ernst Völlmecke (1. Schützenfahne), Fahnenotfiziere Günter Niggemann u. Paul Tielke.
Neu gewählt wurden hierfür Geschäftsführer: Heinz Blüggel (bisher Kassierer), Kassierer: Erwin Tielke, Fahnenoffiziere: Willi Kappen und Dieter Peis.
1982
Am Sonntagmorgen wurden im Schützenhochamt von unserem Präses die beiden roten Kirchenfahnen, die die Schützenbruderschaft neu gekauft hat, geweiht. (Der Preis 9.000 DM). In diesem Jahr hatte Herr Fritz Tielke, der jetzt in Wallau wohnt, mit seiner Königin Katharina Leber geb. Tausch sein 60jähriges Königsjubiläum. Das 25jährige Königsjubiläum feierte in diesem jähr der Schützenbruder Alfred Kleinsorge mit seiner Ehefrau Loni.
1983
Bevor in diesem Jahr das Schützenfest gefeiert werden konnte, wurden Um- und Anbauten an der Halle vorgenommen. Es war in der Generalversammlung beschlossen worden, eine zusätzliche Toilettenanlage anzubauen, welche auch erstellt wurde.
Außerdem wurden in der Halle etliche Umbauten vorgenommen. Die Giebelwand über der großen Theke wurde durch Vertäfelung verschönert. Diese Arbeiten wurden vom Vorstand und Helfer aus der Bruderschaft ehrenamtlich durchgeführt. Reinhard Niggemann konnte in diesem Jahr auf sein 25jähriges Königsjubiläum zurückblicken. Beim Vogelschießen tat unser Mitglied Jürgen Niggemann (Sohn von Reinhard Niggemann) den letzten und besten Schuss. Als Königin erkor er sich Elke Spinler.
1984
Besonders hervorzuheben ist, dass wir in diesem jähr einem Mitglied zu seiner 75jährigen Mitgliedschaft
beglückwünschen konnten. Es war dieses Josef Harbeke (Kaspes Opa), In diesem Jahr konnte Schützenbruder Heinrich Brieden (Frühlings) auf sein 50jähriges Königsjubiläum und Bruno Oberließen auf sein 25 jähriges Königsjubiläum zurückblicken.
1985
Schützenkönig: Andreas Kleinsorge, Schützenkönigin: Birgit Theelke. In diesem Jahr konnte Paul Kleinsorge auf sein 25jähriges Königsjubiläum zurückblicken.
1986
Franz Völlmecke (Leggen) wurde für 75jährige Mitgliedschaft geehrt. Königspaar: Friedel Kappen und Ehefrau Karin.
1987
Die große Theke wurde erneuert. Fritz Tielke und seine Schützenkönigin Katharina Leber hatten 65. Königsjubiläum. Ab Montag regierte der absolute Regenkönig Andreas Oberließen, der sich Helga Kappen zur Königin erkor.
1988
Samstag: Regen, Sonntag: Regen. Montag beim Vogelschießen: kein Regen. Schützenkönig: Achim Lücke, Königin: Beate Reuter, dessen Vater Ewald Reuter auf sein 25jähriges Königsjubiläum zurückblicken konnte.
1989
Hervorzuheben ist in diesem Jahr, dass Jakob Kleinsorge auf sein 60jähriges Königsjubiläum zurückblickte. Alois Tielke und Agatha Tielke feierten ihr 50jähriges Königsjubiläum. Endlich gab es mal wieder einen Schützenkönig aus dem Musikverein. Joachim
Reuter war der Glückliche. Ehefrau Michaele seine Königin.
1990
Während der Generalversammlung trat der 1. Vorsitzende Günter Schäfer aus gesundheitlichen Gründen zurück. Es wurde sehr bedauert. Bis zum Schluss hofften alle, er würde sein Amt noch ein Jahr ausführen. Es war eine unwürdige Generalversammlung.
Der stellvertretende Bürgermeister Bernd Spanke erklärte sich bereit die Versammlung zu leiten. Die Wahlen zum 1. Vorsitzenden zogen sich bis 19 Uhr hin. Beginn der Versammlung war um 15.30 Uhr. Wahlergebnisse: 1. Vorsitzender: Erwin Tielke, Geschäftsführer: Dieter Peis, Schiessmeister: Michael Kleinsorge, Vertreter: Ludwig Brieden (beide Wiederwahl), Königsoffiziere: Wolfgang Harbeke u. Alois Schauerte, Fahnenoffiziere: Peter Lingenauber u. Bernd Goldkuhle, Fahnenträger: Rudi Kleinsorge (Wiederwahl).
Der Schützenbruder und spätere König Edmund Kappen brachte das Kunststück fertig mit einem Schuss beide Flügel des Vogels herunter zu holen. Ehefrau Marion wurde seine Schützenkönigin. Das Hallendach war schlecht, bei jedem Regen war die Halle
mit Pfützen übersät. Die Stadt stellte einen Kostenplan auf: 68.000 DM für neue Bleche. Durch geschickte Verhandlungen von Bernd Spanke kamen wir mit der Stadt ins Geschäft. Die Fa. Jürgen Ante und die Fa. Edmund Tielke wurden sich einig, und so haben
wir das Dach abgerissen, neue Bretter darunter und die neuen Bleche wieder darauf angebracht. Beginn dieser Arbeiten war am 18. Mai 1990. Zwei Wochen vor Schützenfest waren alle Bretter erneuert und die Dachpappe befestigt. An manchen Tagen waren bis
zu 25 Personen auf dem Hallendach am arbeiten – ohne Bodenpersonal.
1991
Mit allen Stadtvertretern und dem Ortsvorsteher sowie dem Vorstand wurde eine Vorstandssitzung durchgeführt wegen der Übernahme der Kreisschützenversammlung 1992. Beim diesjährigen Schützenfest war Wolfgang Hasenauer der beste Schütze und
nahm seine Ehefrau Ulrike zur Königin. Jeden Samstag bis in den Herbst hinein waren Arbeitseinsätze angesagt: Die Bleche mussten auf das Dach. Es fehlten einfach Fachkräfte. Unter großen Anstrengungen wurde das Dach fertig.
1992
Kreisversammlung in Zuschen. Wir bewarben uns um die Ausrichtung des Kreisfestes 1993 und erhielten den Zuschlag vor Giershagen. Während der Kreisversammlung gab es Lästereien: Diese jungen Burschen wollen das Kreistest veranstalten? Schützenkönig wurde unser Vorstandskollege Wolfgang Harbeke, seine Königin Ehefrau Ute. Ich glaube, der hat den Vogel nur geschossen, weil der Hauptmann den Vogel schießen wollte.
1993
750 Jahre Zuschen. Bei der Festveranstaltung haben wir drei Stände gehabt: Schnapsbrennen, Armbrustschießen und einen Bierstand. Schützenfest: Samstagabend wurde Bernd Spanke wegen seiner Verdienste um das Schützenwesen geehrt, am Montag bedankte er sich mit dem letzten Schuss. Seine Königin: die Königin seines Herzens: Ehefrau Marlies. Zum Kreisschützenfest waren 62 Bruderschatten zusammengekommen, um in Züschen das Schützenfest zu feiern. Ein gelungenes Fest zum Abschuss der 750 Jahrfeier im Dorf. Beim Zeltaufbau war es trocken, ab Mittwoch gab es Dauerregen bis Samstagmittag. Am Sonntag war es
trocken. Am Montag nach dem Abbau des Zeltes begann es erneut zu regnen. Glück gehabt! Beim Auf- und Abbau halfen bis zu 60 Rentner mit.
1994
Der 1. Vorsitzende und der Kassierer wurden wiedergewählt. Schützenkönig Winfried Kießler, Königin Ehefrau Marianne. Mit großem Bedauern sagten der Musikverein aus Scharfenberg nach 13 Jahren Festmusik für 1995 ab. Es gab eine lange Suche nach
einer neuen Festmusik. Im Dezember war es dann soweit, dass wir sagen konnten, wir haben eine neue Festmusik aus Altenbüren gefunden.
1995
Das nächste Großprojekt, der Hallenboden wurde in Angriff genommen. Die Erneuerung kostete 32.753 DM. Die Rentner der Bruderschaft leisteten einen großen Beitrag dazu. Das Streichen der Bretter, aussortieren, alles bestens von den Rentnern organisiert. Neues Königspaar wurden Siegfried und Marilies Schnorbus.
1996
Der Schießstand musste erneuert werden. Die Kosten hielten sich mit 3.801 DM in Grenzen, dank der Beziehung zur VEW durch unseren Geschäftsführer. Bei der Generalversammlung gab es folgende Veränderungen:
Geschäftsführer: Frank Völlmecke für Dieter Peis, Fahnenoffizier: Reinhard Völlmecke für Peter Lingenauber, Fahnenträger:
Georg Tielke für Rudi Kleinsorge. Schützenkönig Rainer Kießler mit Königin Ehefrau Marianne. Als der Vogel unten war,
waren die ersten Worte der neuen Majestät: »Scheiße ich wollte doch erst nächstes Jahr«. Am Montagnachmittag machte unser Adjutant Ludwig Kleinsorge seiner Braut Susanne Ante, die beim Spielmannszug mitspielte, vor dem Festzug und vor versammelter Mannschaft einen Heiratsantrag, dieser wurde von der Braut für alle hörbar mit »ja« aufgenommen.
1997
Erneuerung der Theke und des Kühlraumes für satte 35.300 DM – die müssen noch vertrunken werden! Königspaar Joachim Blüggel mit Birgit Marx. Die Ehrungen wurden ab diesem Jahr am Sonntagabend durchgeführt. Das Schussgeld wurde von 700 auf 1.000
DM erhöht. Ein Gremium wurde gebildet, dass die 125 Jahrfeier vorbereiten sollte.
1998
Die Restarbeiten im Kühlhaus verschlangen nochmals 10.500 DM. Wände verfliesen und die Decke mit Feuchtraumpanelen auskleiden. Königspaar: Klaus und Petra Thiele. Klaus Thieles Großvater Franz Thiele wurde am Samstag zur 75jährigen Mitgliedschaft geehrt wie Albert Knecht. Klaus Vater Theo wurde Sonntagsabend für 50jährige Mitgliedschaft geehrt.
1999
Der gesamte Vorstand wurde in einem Wahlgang wiedergewählt.
Ausgaben: Kaffeemaschine: 6.100 DM, Restaurierung Schützentoilette: 1.350 DM. Schützenkönig wurde Reinhold Oberließen.
Die Königin Ehefrau Bettina. Sein Vater Bruno war vor 40 Jahren Schützenkönig.
2000
Königspaar Tobias Kleinsorge und Desiree Fritsche. Am Montagnachmittag gegen 16.30 Uhr öffnet der Himmel seine Schleusen, es regnete so stark, dass der Festzug abgesagt wurde. Mit Bussen wurden die Festteilnehmer zur Schützenhalle gefahren. Mittlerweile kam die Sonne wieder durch, dass das Königspaar und Hofstaat beim Autoscooter ab-
geholt wurde, in 124 Jahren auch noch nicht da gewesen. Das ganze Dorf fiebert der 125 Jahrfeier der Schützenbruderschaft entgegen. Fest steht, dass am 7. Januar 2001 das Mitglied und Jugendseelsorger für Ostwestfalen Stefan Tausch die Schützenmesse und den Festvortrag hält. Eingeladen zu dieser Veranstaltung sind alle Vereine des Dorfes sowie alle Schützenvereine des Stadtgebietes Winterberg und Hallenberg. Von den Zusagen her wird uns Angst und Bange – hoffentlich reicht das Platzangebot in der Halle mit 760 Sitzplätzen aus.
Zum Abschluß sei zu unseren Schützenfesten gesagt: Durch die vielen Festteilnehmer an allen Tagen und die Art und Weise des Mitfeierns, lassen deutlich erkennen, dass das Schützenfest im Kreise der anderen Feste einen besonderen Platz einnimmt. Wir werden deshalb auch in Zukunft nicht um unser Fest bangen brauchen.
»Glaube, Sitte, Heimat« steht auf der Fahne der Schützenbruderschaft. Das soll unser
Losungswort für immer bleiben.
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Das Jubileumsjahr begann mit dem Dreikönigskaffeetrinken. Ca.760 Personen fanden den Weg in unsere festlich geschmückte Schützenhalle.Die Messe wurde von Stefan Tausch und unserm befreundeten Pater Reinhald aus dem Benediktinerkloster Meschede konzelebriert.Die Veranstaltung wurde ein voller Erfolg.
Das eigentliche Schützenfest begann mit einem Ständchen beim noch amtierendem Kaiserpaar Alfons und Anneliese Kleinsorge .
Das nun folgende Kaiserschießen entschied Klaus Wichmann für sich.Er nahm seine Ehefrau Lisa zur Kaiserin.Der Zapfenstreich zu Ehren des neuen Kaisers mußte wegen starkem Regen fast 1 Stunde verschoben werden.
Am Samstag beim großen Festzug waren alle Schützenvereine-,bruderschaften-,gesellschaften aus dem Stadtgebiet Winterberg, sowie die Nachbarvereine aus Liesen, Hesborn und Hallenberg zu Gast. Ein prächtiger Festzug.
Der Sonntag begann mit dem Schützenhochamt das mit Bischof Reinhard Marx gefeiert wurde.Die Messe wurde mitgestaltet von Präses Heinz Koch, Altpräses Johannes Schwarte und Monsignore Lorenz Gawohl.
Als strahlendes Königspaar am Montag zeigten sich Peter und Ulrike Lingenauber im Festzug.
2002
Das Jahr beginnt mit vielen Neuwahlen:
Es treten nicht mehr an: Adjudant Ludwig Kleinsorge, Geschäftsführer Frank Völlmecke, die Schießmeister Michael Kleinsorge und Ludwig Brieden, Fähnerich Georg Tielke, Königsoffiziere Wolfgang Harbeke und Alois Schauerte, Fahnenoffizier Raimund Niggemann, sowie den Kassierern Ulrich Harbeke, Alfred Stockhausen, Guido Brieden, Horst Peis, Arno Niggemann und Raimund Reuter.
Dafür werden gewählt: Adjuant Klaus Wichmann, Geschäftsführer Andreas Peis, Schießmeister Mike Wellschoff und Ludger Overbeck, Fähnerich Jürgen Niggemann, Königsoffiziere Markus Niggemann und Carsten Blüggel, Fahnenoffizier Frank Niggemann, Jungschützenführer Markus Tielke,Stefan Spanke, Jan Hammschmidt und Sascha Lange, Kassierer Peter Kleinsorge, Jörg Lange und Holger Rudolph.
Neues Schützenkönigspaar wurde Jürgen und Michaela Kießler.
Auf dem Kreisschützenfest in Bigge wurde unser Schützenbruder Roland Schauerte Kreisjugendkönig.Somit war er der erste Züscher Schützenbruder der eine überörtliche Regentschaft antrat.
2003
Bei Generalversammlung 2003 wurden der 1. Brudermeister und der 1.Kassierer neu gewählt. Für den 1.Brudermeister Erwin Tielke wurde Edmund Tielke gewählt. Für den 1. Kassierer Bernhard Bäumer wurde Jörg Lange gewählt.
Zum Schützenfest wurde erstmalig Monika Wilmes als neue Festwirtin begrüßt.Als bester Schütze erwies sich Mike Wellschoff der seine Ehefrau Steffi zur Königin nahm.
Beim 10. Stadtschützenfest wurde Kai Ringler erster Stadtjugendkönig und Mike Wellschoff Stadtschützenkönig.
2004
Bei der Stadtdeligiertentagung wurden wir mit der Ausrichtung des Stadtschützenfestes 2006 beauftragt.
Im Juni feierte unser Präses sein silbernes Priesterjubileum.
Auf dem Schützenfest wurde erstmals ein Jugendkönig ausgeschossen. Erster Züscher Jugendschützenkönig wurde Kai Schimmelpfennig .
Schützenkönig wurde Timo Oberließen ,dessen Eltern Klaus und Ingrid Oberließen ihr silbernes Königsjubileum feierten. Zur Königin erwählte er Christiane Brochonski.
2005
Auf der Generalversammlung wurde Markus Tielke für Klaus Wichmann zum Adjudant und 2. Brudermeister gewählt.
Das Antreten zum Schützenfest fand erstmals vor Lummen, unserm neuen Vereinslokal statt. Zweiter Jugendkönig wurde Andre Susewind. Das goldene Jubelkönigspaar Josef und Hildegard Oberließen nahm in einer Kutsche am Festzug teil. Schützenkönig wurde Ulrich Stockhausen, der seine Frau Marion zur Königin wählte.